Scheinheiliges "Erwachtsein": Die heuchlerische Erbarmungslosigkeit gegenüber der Würde unserer Mitgeschöpfe
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Wir leben in einer Gesellschaft, die sich gern im Glanz ihrer humanistischen Werte sonnt.
Begriffe wie Würde, Achtsamkeit, Frieden, Freiheit und Unversehrtheit werden wie Monstranzen vorangetragen, wann immer es um das eigene Wohlbefinden geht.
Doch wer von Frieden, Freiheit und Würde spricht, meint fast immer nur sich selbst als Mensch
– und verbannt Milliarden fühlender Wesen in ein System aus systematischer Versklavung, grausamster Ausbeutung und industrieller Vernichtung.
Die Würde eines Lebewesens zu achten bedeutet im eigentlichen Sinn, dessen Eigenwert anzuerkennen.
Es bedeutet zu begreifen, dass ein Tier nicht für den Menschen existiert, sondern um seiner selbst willen lebt – mit eigenen Bedürfnissen, Sozialstrukturen, Schmerzempfindungen und Lebenswillen.
Die Realität unserer sogenannten „Zivilisation“ sieht jedoch völlig anders aus:
Wir degradieren beseelte Wesen zu reinen Produktionsmitteln und Konsumgütern.
In den fensterlosen Hallen der industriellen Tierhaltung werden Schweine auf Betonspaltenböden gepfercht, Sauen in körperenge Kastenstände gespannt und Kühen ihre Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt entrissen.
Dieselbe kognitive Dissonanz zeigt sich auf den Weltmeeren, wo Schleppnetze gigantische Mengen an fühlendem Leben zermalmen, in Laboren, wo Tiere buchstäblich verbraucht werden, sowie in Zoos und Zirkussen.
Wir streicheln den Hund auf dem Sofa, während wir das panische Schreien des Schweins im Schlachthof mit einem Griff ins Supermarktregal quittieren – flankiert von einer zynischen Gesetzgebung, die Tiere wie leblose Sachen behandelt und ihr millionenfaches Töten mit dem Begriff des "vernünftigen Grundes“ für Profit und Gaumenlust legitimiert.
Besonders grotesk wird dieser Widerspruch bei jenen selbst ernannten "Aufgewachten“ und alternativen Freigeistern, die unentwegt über korrupte Politiker, finstere Machenschaften und verborgene Eliten schwadronieren.
Man gibt sich systemkritisch, wähnt sich im Besitz der Wahrheit und beklagt lautstark die Unterdrückung der Menschheit.
Doch dieselben Stimmen, die jede Fremdbestimmung anprangern, schaffen es nicht, gegenüber den wirklich Wehrlosen auch nur den Hauch von echtem Mitgefühl aufzubringen.
Man wettert gegen die Willkür der Mächtigen, beansprucht aber ganz selbstverständlich das absolute Herrscherrecht über Milliarden von beseelten und fühlenden Tieren, Vätern, Müttern und Kindern, um sie einzusperren, auszubeuten und hinzurichten.
Gepaart mit esoterischen Zirkeln, in denen von Licht, Liebe und kosmischer Schwingung doziert wird, offenbart sich hier eine bodenlose Verlogenheit:
Das vermeintlich so hochstehende Bewusstsein endet mit peinlicher Verlässlichkeit exakt am Rand des eigenen Tellers.
Da wird das zerstückelte Opfer dreist zum „Geschenk der Natur“ umgedeutet, während man sich selbst als aufgeklärter Rebell inszeniert.
Wer ein System der Unterdrückung im Großen anprangert, aber im Alltag die brutalste Form der Sklaverei und des milliardenfachen Tötens beauftragt, ist kein Freiheitskämpfer, sondern schlicht auch ein TÄTER im bequemen Gewand des Widerstands.
Das Gewahrwerden dieser fundamentalen Diskrepanz müsste eigentlich eine tiefe, lähmende Scham auslösen – Scham darüber, wie leichtfertig wir die Existenz, den Körper und das Leben anderer Wesen für wenige Minuten Gaumenkitzel oder Bequemlichkeit opfern.
Wahre Spiritualität, echte Freiheit und ein authentisches Verständnis von Würde beweisen sich weder in wohlklingenden Phrasen noch in elitärer Systemkritik oder überheblicher intellektueller Selbstdarstellung, sondern einzig in der gelebten Konsequenz des Mitgefühls.
Wer Würde wirklich begreifen und leben will, muss den Speziesismus überwinden und anerkennen, dass Freiheit und das Recht auf Leben unteilbar sind – oder den Mut haben, die eigene Heuchelei offen einzugestehen.
@WuerdefuerTierundMensch
und
@tierleidfreielebensmittel
@wuerdigetiervermittlung
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