2/3 Da er mit diesem Projekt aufgrund mangelnden Zuspruchs nicht weiterkam, gründete er einen neuen Verein mit dem Namen „Königreich Deutschland“, um danach den gleichlautenden Staat zu gründen.
Bei der offiziellen Gründungszeremonie dieses Staates am 16.09.2012 mit Unterzeichnung einer Gründungsurkunde durch acht Gründungsmitglieder verkündete er auch eine eigene Verfassung. Ein Staatsrechtler aus Paraguay bestätigte die völkerrechtlich korrekte Entstehung eines neuen deutschen Staates.
Am 21.12.2012 gründete er zusätzlich die Stiftung „Königreich Deutschland“.
Somit bestand sein Projekt aus einem Verein, einer Stiftung und einem Staat. Er betrachtete das von ihm geschaffene Königreich Deutschland als ein extraterritoriales Gebiet, das parallel zur Bundesrepublik bestand – also eine Art Staat im Staate. Sein Königreich bestand im Wesentlichen aus einem alten Krankenhaus und dem umgebenden Gelände, das er gekauft hatte.
Er eröffnete eine Bank in Wittenberg und später weitere Filialen in verschiedenen Teilen Deutschlands und gab als eigenes Geld die unbare „E-Mark“ und die bare „Neue Deutsche Mark“ heraus, die jeder im Tausch gegen Euro erhalten konnte und die unter anderem aus geprägten Silbermünzen bestand. Dieses Geld diente als Tauschwährung zwischen den Mitgliedern.
2013 erhielt er zwei notarielle Urkunden über die Errichtung des Königreichs Deutschland mit Peter I. als Staatsoberhaupt.
Wegen angeblich unerlaubter Bankgeschäfte wurde Peter I. von 2016 bis 2018 ein Jahr und zehn Monate in der Untersuchungshaftanstalt in Halle inhaftiert – unschuldig, denn am 26.03.2018 erhielt er den Freispruch vom Landgericht Dessau und 2019 vom Oberlandesgericht Naumburg.
Gleichwohl wurde damit, seinen Worten zufolge, anerkannt und bestätigt, dass das Königreich Deutschland existiert.
Während der Haftzeit schrieb er ein Buch mit dem Titel „Endzeit 2020“. Er selbst bezeichnet es als prophetisches Buch, da es die aktuelle Zeit sehr genau beschreibt. Das Buch ist zurzeit verboten.
Nach dem Freispruch hatte er einige Jahre Ruhe vor staatlicher Repression und Verfolgung, denn er erlitt im Rahmen seiner Aktivitäten mehrere Hausdurchsuchungen seines Geländes, teils mit schwerem Gerät und durch schwer bewaffnete Polizisten.
Mit dem 03.04.2025 sollte die Ruhe vorbei sein. An diesem Tag wurde die Verbotsverfügung des Vereins „Königreich Deutschland“ beschlossen und den Machern von Spiegel TV bekanntgegeben. Peter und seine Mitstreiter ahnten zu diesem Zeitpunkt noch nichts.
Der Angriff auf sie fand erst am 13.05.2025 statt und die Filmemacher waren in fünf Metern Entfernung hautnah dabei.
Nachdem 14 Objekte gleichzeitig von vermummten „Söldnern“ mit Maschinenpistolen und Schalldämpfern überfallen worden waren, wurde über die öffentlichen Medien die Nachricht des Verbotes verkündet.
Das Verbot wurde unter anderem begründet mit Behauptungen wie Verunglimpfung des Staates, Volksverhetzung, Urkundenfälschung (denn er hatte z. B. eigene Pässe und Führerscheine ausgestellt, aber keine BRD-Dokumente gefälscht) und Ungehorsam gegen die Rechtsordnung der BRD.
Am 13.05.2025, am Tag des Überfalls, wurde Peter I. dann erneut verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft in der JVA Dresden, genau wie seine Gefährten Benjamin Michaelis, Martin Schulz und Matthias Blaul.
Mit Haftbefehl vom 25.04.2025 wird ihm folgendes Vergehen vorgehalten:
Gründung einer kriminellen Vereinigung mit Namen „Königreich Deutschland“.
Im Zusammenhang damit stehen u. a. folgende Straftatvorwürfe: unerlaubte Bankgeschäfte, unerlaubte Versicherungsgeschäfte, Nichtabgabe von Steuererklärungen und Steuerhinterziehung sowie Veruntreuung von Arbeitsentgelt.
Es existieren jedoch wohl weiterhin ein Verein und eine Stiftung „Königreich Deutschland“.
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