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Nun wird das Gefäß so abgedeckt, das noch Luft dran kann, aber keine kleinen Besucher, speziell Krabbler oder Hautflügel, hinein gelangen können.
Ich nehme Küchenpapier.
Man kann aber auch Babywindeln, Geschirrtücher oder Feinstrumpfhosen verwenden.
Die Abdeckung mit einem Gummiband oder Bindfaden fixieren:
Jetzt ist die Arbeit fast getan.
Ab diesem Zeitpunkt arbeiten die Mikroorganismen.
Wir schütteln nur noch ein bis zwei mal täglich durch, wenn die Inhaltsstoffe nicht mit Flüssigkeit bedeckt sind.
Sind sie es, schauen wir der werdenden Hefe einfach nur beim Wachsen zu:
Nach 24 Stunden sind die Früchte so weit aufgequollen, dass sie meist freiwillig unter der Wasseroberfläche bleiben.
Nach 72 Stunden kann es sein, dass die Trockenfrüchte so viel Wasser aufgesogen haben, dass sie gar nicht mehr unter der Wasseroberfläche liegen können.
In dem Fall füllt man noch etwas Wasser nach und gibt zusätzlich für die hefe noch 1 Teelöffel Zucker, Honig oder Sirup zum Naschen dazu.
Immer nur so viel Wasser zusätzlich zugeben, bis alles mit Wasser bedeckt ist.
Bei der Verwendung von frischen Obst, Obstresten oder Kräutern ist das Nachgießen von Wasser quasi nicht erforderlich. Das fällt fast immer nur bei Trockenfrüchten an.
In der Regel beginnt die Reaktion nach 72 Stunden.
Dann sieht man auf der Oberfläche der Flüssigkeit kleine Bläschen.
Ab jetzt kann man täglich mehr Bläschen beobachten.
Die Flüssigkeit in dem Gefäß wird mit der Zeit ebenfalls immer sirupähnlicher:
Je nach Witterung hört die Bläschenbildung nach drei bis fünf Tagen auf.
Jetzt ist die Hefe fertig!
Die Haut, die man auf einem gelungenem Ansatz sieht, hat mit einem Schimmelpilz nichts gemein.
Es sieht eher aus wie ein Flaum.
Der Geruch ist angenehm fruchtig, er riecht leicht nach Wein und erinnert schon ein bisschen an Hefe.
Man kann jetzt die Hefe so wie sie ist, mit den Früchten darin, in den Kühlschrank stellen.
Die Früchte eignen sich auch noch für einen zweiten und auch dritten Neuansatz, bzw. ein "Auffrischen" der Hefe.
Will man aber in den nächsten zwei Tagen nicht mit Hefe backen, dann empfiehlt es sich den Ansatz durch ein feines Sieb zu gießen.
Die Früchte gut abtropfen lassen.
Das dauert etwas, da sich das Wasser in einen recht zähflüssigen Sirup verwandelt hat:
So abgegossen, in ein verschließbares Gefäß gefüllt, hält sich die Hefe im Kühlschrank mindestens 10 Wochen.
Die Früchte lassen sich nach dem man sie abgefiltert hat, noch weiter verwenden.
In Kuchen oder Desserts sind sie immer noch schmackhaft.
Nun ist die Hefe komplett fertig und kann sofort zum Einsatz kommen.
Pro 500 Gramm Mehl benötigt man in der Regel 100 ml der Hefeflüssigkeit.
Da der erste Ansatz aber noch sehr triebschwach ist, nimmt man für den ersten Backgang 200 ml des Hefesirups.
So bekommt man aus einem Ansatz zwei mal die Hefemenge für je 500 Gramm Mehl.
Dann kann man die Hefe wieder verlängern.
Die restlichen 100 ml Hefewasser werden so verlängert:
Dazu einfach wieder 4 EL Rosinen oder jede andere Zutat und 1 TL Honig oder jedes andere Süßungsmittel zugeben und nach 24 Stunden ist in der Regel die neue Hefe fertig.
Je nach Witterung kann es auch 48 Stunden dauern.
Danach wird die Neu- Hefe behandelt wie die vorherige. Mit jedem mal, das die Resthefe verlängert wird, wird sie ein bisschen triebstärker und man muss weniger Hefewasser je 500 Gramm Mehl verwenden.
Nach drei mal verlängern reichen in der Regel 100 ml des Hefesirups für 500 Gramm Mehl völlig aus.
P.S.: Der Vorteil wenn man seine Hefe selber ansetzt ist, dass man auf diesem Weg eine gesunde "aufgeschlossene Hefe"erhält, die probiotisch wirkt.
// Auch die inneren Werte der Hefe beeindrucken, denn Hefe enthält jede Menge Nährstoffpower. Besonders der Gehalt an B-Vitaminen ist legendär. Vertreten sind vor allem die Vitamine B 1, B2, B6 und Niacin. Dieser Mix sorgt für einen reibungslosen Stoffwechsel und unterstützt Muskeln und Nerven -Balsam für alle, die gestresst und angespannt sind. Mit Folsäure, Pantothensäure und Biotin liefert Hefe zudem wahre Beauty-Vitamine, die wichtig sind für gesunde Haut, Haare und Nägel.