❗️"Black Mirror" wird ein bisschen zu real.
Justin McLeod, der Gründer von Hinge, glaubt, dass die Zukunft des Datings nicht mehr im endlosen Wischen liegt, sondern darin, dass künstliche Intelligenz entscheidet, wen man treffen sollte.
Sein neues Startup, Overtone, bezeichnet sich nicht als Dating-App. Es gibt keine Profile, kein endloses Wischen und keine automatischen Zuordnungen. Stattdessen lernt es Sie durch Gespräche und Ihre eigenen Worte kennen und stellt Sie dann erst jemandem vor, wenn es glaubt, dass eine echte Verbindung besteht.
Mit anderen Worten: Sie wählen nicht, der Algorithmus entscheidet.
Wenn das Ihnen bekannt vorkommt, liegt das daran, dass es sich sehr ähnlich an "Hang the DJ" aus "Black Mirror" anfühlt, wo ein Algorithmus die Beziehungen der Menschen steuert, bis er ihre perfekte Partnerin oder ihren perfekten Partner findet.
Investoren scheinen die Idee zu lieben. Overtone hat bereits 18 Millionen Dollar gesammelt, unterstützt von Match Group, dem Unternehmen hinter Tinder, Hinge und OkCupid. Ironischerweise setzt dasselbe Unternehmen, das dazu beigetragen hat, das Dating in ein endloses Wischen zu verwandeln, nun auf eine Zukunft ohne Wischen.
Noch interessanter ist, dass die gesamte Dating-Branche scheinbar einen Wandel durchmacht:
❤️ Bumble distanziert sich von datingspezifischen Funktionen, die auf Wischen basieren.
🤖 Facebook testet einen KI-basierten Dating-Assistenten.
👀 Tinder führt eine Augenverifizierung ein, um gegen KI-generierte gefälschte Profile vorzugehen.
Nach Jahren der Optimierung für die Nutzerinteraktion versuchen die größten Apps nun, die tatsächlichen Beziehungen zu optimieren.
9 ·